Vilshofen: Sechs Verletzte bei Unfall mit Schleuserfahrzeug

14. Juli 2024 , 15:29 Uhr

Ein Schleuser hat am Samstagabend (13.07.) in Vilshofen einen schlimmen Unfall gebaut. Sechs Besucher des Festes „Donau in Flammen“ wurden dabei zum Teil schwer verletzt.

Hier der Pressebericht von Staatsanwaltschaft und Polizei im Wortlaut:

 

VILSHOFEN, LKR. PASSAU. Ein vor der Bayerischen Polizei fliehender mutmaßlicher Schleuser hat mit seinem Auto in der Nacht vom Samstag auf Sonntag (13./14. Juli) in Vilshofen sechs Passanten erfasst und zum Teil schwer verletzt. Dem Unfall war eine Verfolgungsfahrt über mehr als 20 Kilometer vorausgegangen. Die Bundespolizeiinspektion Passau hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Passau die Ermittlungen übernommen.

Am Samstag gegen 22.00 Uhr wollte eine Streife der Bayerischen Landespolizei einen PKW der Marke Hyundai mit ungarischer Zulassung im Stadtgebiet Passau einer Kontrolle unterziehen. Der Fahrzeugführer, ein 24-jähriger Georgier, entzog sich dieser Kontrolle und floh mit überhöhter Geschwindigkeit über die Regensburger Straße und die B8 in Richtung Vilshofen. Während dessen kam es zu mehreren verkehrsgefährdenden Situationen mit anderen Verkehrsteilnehmern.

An der Kreuzung Regensburger Straße – Passauer Straße im Stadtgebiet Vilshofen versuchte der Fahrzeuglenker mit überhöhter Geschwindigkeit nach links abzubiegen. Hierbei rutschte der Hyundai an den rechten Straßenrand und erfasste sechs Passanten.

Die sechs Unfallopfer wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sind vier von ihnen schwer verletzt. Bei den Opfern handelt es sich um vier Frauen und zwei Männer, im Alter von 11 bis 21 Jahren, aus Niederbayern.

Nach dem Unfall fuhr der Georgier weiter, ohne sich um die Verletzten zu kümmern. Noch in Vilshofen geriet der Mann mit seinem Wagen in eine Sackgasse. Er stieg aus und floh zu Fuß, wurde kurz darauf aber von Beamten der Bayerischen Landespolizei vorläufig festgenommen Beim Zu-Boden-Bringen des Beschuldigten verletzten sich zwei Polizisten leicht.

Im Fahrzeug befanden sich acht türkische Staatsbürger, darunter fünf Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren, die nicht über die erforderlichen Reisedokumente für Deutschland verfügten.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand steht der 24-jährige Georgier unter dringendem Tatverdacht, acht türkischen Staatsbürger unter teils lebensgefährdenden Umständen nach Deutschland verbracht zu haben. Darüber hinaus stehen Körperverletzungs- und Straßenverkehrsdelikte im Raum.

Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Passau in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Passau. Der dringend tatverdächtige Schleuser soll noch im Verlauf des Sonntags (14.Juli) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Die Bundespolizei bittet Zeugen, die das vor der Polizei fliehende Auto beobachteten bzw. filmten oder weitere sachdienliche Hinwiese geben können, sich bei der Bundespolizeiinspektion Passau unter der Rufnummer 0851/756350-1111 zu melden.

 

Donau in Flammen Schleuser Unfall Vilshofen

Das könnte Dich auch interessieren

11.02.2025 Schleuserunfall in Vilshofen: Warten auf das Urteil Im Prozess um die tragische Schleuserfahrt vergangenen Sommer in Vilshofen fällt voraussichtlich heute (11.02.) das Urteil. Es ist der dritte Verhandlungstag am Landgericht Passau; verantworten muss sich ein 25-jähriger Georgier. Er hatte im Juli 2024 das Schleuserfahrzeug gelenkt, das beim Fest „Donau in Flammen“ in eine Menschenmenge raste. Mehrere Personen wurden schwer verletzt. Am ersten 05.02.2025 Schleuserfahrzeug rast bei "Donau in Flammen" in Menschenmenge: Prozess startet Schleusung, Verfolgungsjagd, Unfall – heute (05.02.) beginnt am Landgericht Passau ein spektakulärer Prozess. Verantworten muss sich der mutmaßliche Schleuser, der im vergangenen Sommer bei „Donau in Flammen“ in Vilshofen in eine Menschenmenge gefahren ist. Der Mann aus Georgien war auf der Flucht vor der Polizei und verlor dann auf der Kreuzung von der Marienbrücke und 11.02.2025 Schleuserunfall bei "Donau in Flammen" - So lautet das Urteil gegen den Georgier Im Prozess um den Schleuserunfall bei Donau in Flammen in Vilshofen im letzten Jahr, ist es heute (11.02.) zu einem Urteil gekommen. 5 Jahre und drei Monate Haft, dazu ein dreijähriger Entzug der Fahrerlaubnis auf dem Gebiet der Bundesrepublik – so lautet das Urteil gegen den jungen Mann aus Georgien. Das berichtet die Mediengruppe Bayern. 01.08.2024 Nach Unfall bei "Donau in Flammen" - Polizei sucht weiter nach Zeugen Nach dem Unfall, bei dem mehrere Besucher von Donau in Flammen in Vilshofen verletzt wurden, sucht die Polizei nach Zeugen. Am 13. Juli war ein mutmaßlicher Schleuser über die B8 vor der Polizei geflohen und hat dann mehrere Zuschauer des Feuerwerks teils schwer verletzt. Zeugen, die auf der Flucht von Passau nach Vilshofen gefährdet wurden